FRIEDHOF KÖNIGSTRAßE, ALTONA

Jüdischer Friedhof Altona, Königstraße 10a
Öffnungszeiten und Führungen:
Di, Do, So jeweils 14-17 Uhr
An gesetzlichen und jüdischen Feiertagen ist der Friedhof geschlossen:
Führungen:
Jeden Sonntag 12 Uhr - außer an gesetzlichen und jüdischen Feiertagen (s.o.)
Anmeldungen nicht erforderlich. Kosten: Erwachsene 5 Euro, Kinder 0 Euro.
Infos unter: 040 428 131-0 oder http://www.denkmalstiftung.de
Hier finden auch Sie eine Datenbank mit etwa 6.000 aschkenasischen Grabinschriften. Und hier auch: http://juedischer-friedhof-altona.de

Publikation zum Friedhof Königstraße:
"Verborgene Pracht. Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona". Hrsg. Michael Brocke vom, 2009 s. a. Datenbank zum Königstraßen-Friedhof unter http://www.steinheim-institut.de

"Zerstört die Erinnerung nicht. Der jüdische Friedhof Königstraße in Hamburg", verfasst von Michael Studemund-Halevy und Gaby Zürn, Hamburg 2004, 2. Auflage.




Grabstein Rabbiner Hirsch Zamosz

Der Jüdische Friedhof in Altona
Die Einzigartigkeit des seit 1960 unter Denkmalschutz stehenden Friedhofs in der Königsstraße liegt darin, dass sephardische und aschkenasische Gräber in direkter Nachbarschaft zueinander liegen – also die Ruhestätten der einst von der iberischen Halbinsel eingewanderten Juden (Sepharden) und der mittel- und osteuropäischen Juden (Aschkenasim). Ein Teil der stark verwitterten Grabsteine ist in den vergangenen Jahren bereits restauriert und erforscht worden. Die von der Stiftung Denkmalpflege Hamburg beauftragten Wissenschaftler des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts haben unter der Leitung von Prof. Michael Brocke bei über 5.000 Grabsteinen des aschkenasischen Teils die hebräischen Texte photografisch erfasst, transkribiert, übersetzt und kommentiert. Die Ergebnisse werden im kommenden Jahr in einer von der Stiftung Denkmalpflege finanzierten Publikation herausgegeben. Das Gesamtprojekt, zu dem auch die Errichtung des Eduard Duckesz-Hauses zählt, wird durch verschiedene Stiftungen, die Kulturbehörde und die Senatskanzlei unterstützt.

Rabbiner Duckesz
Der Namensgeber für das neue Empfangsgebäude ist Eduard Jecheskel Duckesz
Der am 3. August 1868 in Szelepszeny (Ungarn) geborene Rabbiner, Historiker und Genealoge wurde nach dem Studium an der Pressburger Yeshiva 1891 Rabbiner und Lehrer an der Altonaer Klaus, deren Bibliothek er einige Jahre später katalogisierte. Als Beisitzer des Rabbinatsgerichts der Hochdeutschen-Israelitengemeinde in Altona, Mohel, Krankenhausseelsorger, Garnisonsgeistlicher und Oberrabbinatsverweser für Schleswig-Holstein erwarb er sich große Verdienste. Neben seiner Tätigkeit als Rabbiner und Lehrer machte er sich vor allem um die Erforschung jüdischer Grabinschriften und die Genealogie jüdischer Familien der Dreigemeinde AHU (Altona-Hamburg-Wandsbek) verdient. 1939 emigrierte er aus Nazi-Deutschland nach Holland. 1943 wurde er aus dem Internierungslager Westerbork nach Auschwitz deportiert, wo er am 6. März 1944 ermordet wurde.
Text (leicht gekürzt): Pressestelle des Senats und Stiftung Denkmalpflege Hamburg
Friedhof Königstraße: Öffnungszeiten und Führungen




aschkenasische Grabsteine



Grabstein Rabbiner Embden



Grabstein Rabbiner Eybeschütz